Museumswerkstatt

Museumswerkstatt

Sonderausstellung »kolonialokal – wir packen aus«

Das Beeskower Museum wurde 1906 gegründet, um die Geschichte des Kreises Beeskow-Storkow zu erzählen. Heute befinden sich in der Sammlung aber auch Objekte aus dem Norden Europas, dem Pazifik und Afrika. Die meisten stammen aus Namibia, der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Das wirft Fragen auf: Wie kamen diese Gegenstände ins museum oder-spree? Handelt es sich um »Raubkunst«? Was haben sie mit Großwildjagd, dem Verschwinden sorbischer Ortsnamen, einem verschollenen Australienforscher, der Entnazifizierung in einer kleinen Stadt und Kolonialwarenläden in den Dörfern zu tun? Und was fangen wir heute damit an, wenn wir solche Objekte in unseren Sammlungen entdecken?

Erstmals zeigt das museum oder-spree diesen Bestand an ethnologischen Objekten. Es skizziert, was über ihre Herkunft und ihren Weg nach Beeskow bislang in Erfahrung gebracht werden konnte und zeigt, wie sich globale Verwerfungen in lokalen Kontexten niederschlagen.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Dezember 2024 zu besichtigen.

Konzept

Abenteuerspielplatz, Rückzugsort, Labor – die neue Museumswerkstatt wird zum Treffpunkt all jener, die das museum oder-spree mit frechen und originellen, feinsinnigen und tiefgründigen Ideen lebendig erhalten. Wir schaffen Raum für Workshops, die Menschen, Orte, Dinge der Region zwischen Oder und Spree unter die Lupe nehmen wollen. Wir schaffen eigene Anlässe, um uns zu begegnen – so zum Beispiel zu Weltfeiertagen, die kaum einer kennt und die neugierig machen auf ein Museum, das weltoffen und unterhaltsam ist.

Kontakt

Kristina Geisler

03366/35-2715