Den Wandel leben

Angela Kurzhals und Michaela Berend

Zwei Frauen stehen vor einem Gebäude mit der Aufschrift „Quick-Shop Imbiss & Einkauf“. Eine der Frauen hält ein Fahrrad, während beide vor dem Eingang des Ladens auf dem gepflasterten Vorplatz posieren. Schwarz-Weiß-Fotografie.

Angela Kurzhals und Michaela Berend

Angela Kurzhals (l.), die den Laden früher geleitet hat, ist für Quick-Shop-Betreiberin Michaela Berend eine wichtige Beraterin. (Foto: Andreas Batke)

Den Wandel leben

Als gelernte Gastronomin mit langjähriger Erfahrung als Filialleiterin eines Lebensmittel-Discounters, wird die Stelle von Michaela Berend 2016 derart unattraktiv, dass sie den Weg in die Selbstständigkeit wählt. Die Chance für den Laden an der L23 in Spreeau ergibt sich kurzfristig, und mit Unterstützung ihres Mannes wagt sie den Wechsel. Seitdem ist der Quick Shop die Drehscheibe des beruflichen und privaten Lebens der 54-Jährigen. Um zu bestehen, bedarf es einer komplexen und spezifischen Mischung, die eine breit gefächerte Kundschaft aus pendelnden Bauarbeitern, Fernfahrern, Radreisenden und Einheimischen zu adressieren vermag. Der eine kommt morgens wegen der belegten Brötchen und der Bockwurst, die andere liebt die Milchquelle und von den nächsten werden vor allem am Wochenende die frischen Brötchen geschätzt. Der Quick Shop-Ansatz kontrastiert das seit einiger Zeit wiederbelebte Konzept der Dorfläden. Mit der Förderung von Regionalisierung und Gemeinschaft, zielt es auf die Lösung der Herausforderungen in ländlichen Gebieten ab. Zum romantischen Sinnbild erhoben, operieren die neuen Dorfläden aber vielerorts mit einer idealistischen Haltung an lokalen Realitäten vorbei. Dem Quick Shop passiert das nicht. Raststätte und Café, Späti und Dorfladen – all das fügt sich gut zusammen. »Von Lebensmitteln allein würde der Laden nicht überleben. Die Discounter übernehmen heute die Waren des täglichen Bedarfs.« Die Besonderheit des Quick Shops zeigt sich dabei auch in dem Zusammenspiel mit den Kunden und Kundinnen, denn hier hat man noch Zeit für einen kurzen Plausch.

Von Lebensmitteln allein würde der Laden nicht überleben.

Quick Shop Spreeau

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Ladeninterieurs mit einer Verkaufstheke, gefüllten Regalen voller Waren und einem Kühlschrank, die den Alltag vergangener Jahrzehnte authentisch veranschaulicht.

Quick Shop Spreeau

Kartenansicht Die einladende Theke erinnert an eine Mischung aus Bäckerei und Schnellimbiss (Foto: Andreas Batke)

Quick Shop Spreeau

Innenansicht eines kleinen Ladens mit einer handgeschriebenen Speisekarte, einem Getränkekühlschrank, Regalen mit Waren und Sitzgelegenheiten im Hintergrund. Das Bild ist in Schwarz-Weiß gehalten und zeigt eine nostalgische Atmosphäre.

Quick Shop Spreeau

Kartenansicht Ladenraum des Quick-Shops in Spreeau (Foto: Andreas Batke)

Kundenstopper

Ein roter Werbeaufsteller mit handgeschriebener Kreide-Beschriftung: Bockwurst, Knacker, Bouletten, Schnitzel sowie Kaffee und Kuchen. Unten ist ein Cornetto-Eis abgebildet mit dem Werbeslogan Jetzt ein Eis!.

Kundenstopper

Kundenstopper, 21. Jh. (Foto: Armin Herrmann)

Konsum-Körbe und –Werbung

Ein Stapel aus mehreren ineinandergesteckten, rechteckigen Drahtkörben mit farbigen Kunststoffgriffen, die als historisches Exponat sind und den Alltag vergangener Jahrzehnte dokumentieren.

Konsum-Körbe und –Werbung

Konsum-Körbe aus Leichtmetall (Foto: Armin Herrmann)