Fern von Massen

Hermine Kühl

Hermine Kühl kam einst als jüngstes Mitglied zum Verein. (Foto: Andreas Batke)

Hermine Kühl

Hermine Kühl kam einst als jüngstes Mitglied zum Verein. (Foto: Andreas Batke)

Fern von Massen

Das Geburtsjahr des Festivals »Jenseits von Millionen« ist 2005. Unter dem Namen »mamallapuram« findet damals ein erstes Benefizfestival auf der Burg in Storkow statt. Man will Spenden sammeln für das 2004 durch einen Tsunami zerstörte Dorf Mamallapuram im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Ein Waisenhaus ist dort vollständig verwüstet. Als sich die Burg Storkow vom seitdem jährlich stattfindenden »mamallapuram« verabschiedet, ermutigt der damalige Friedländer Bürgermeister Thomas Hähle den Verein »Anderes Festival e. V.«, auf die Burg Friedland umzuziehen. So kommt »mamallapuram« 2008 in die Niederlausitz – und wird ein Jahr später zu »Jenseits von Millionen«. Der Name soll für »fern von Menschen(massen) und fern von Geld« stehen. Der gemeinnützige Gedanke bleibt. Alle 20 Mitglieder des Vereins sind ehrenamtlich tätig. Die Musikrichtungen bei »Jenseits von Millionen« reichen von Indie, Indie-Rock, Alternativrock bis hin zu Indie-Pop. Die Bands sind meist noch relativ unbekannt und warten auf ihren Durchbruch. Ein Festivalticket für das Wochenende im August kostet 69 Euro. Mit zwei Euro pro verkauftem Ticket werden Kinder- und Jugendprojekte in der Region unterstützt. Für die Gesamtfinanzierung ist der Verein auf Förderung angewiesen, vom Landkreis Oder-Spree zum Beispiel. Die Bands werden zu einem Freundschaftspreis gebucht. Und sie kommen gern, wie ihre Kommentare zeigen: »So wertvoll, was ihr hier auf die Beine stellt«, heißt es da, oder: »Solche Orte in Brandenburg gibt’s nicht oft«.

Man ist körperlich und emotional am Ende

Friedland

Dekoration muss sein. (Foto: Andreas Batke)

Friedland

Kartenansicht Dekoration muss sein. (Foto: Andreas Batke)