Fürs Echte gibt‘s keinen Ersatz

Konrad Scheffler

Besonderer Arbeitsplatz: Konrad Scheffler vor einer Orgel (Foto: Andreas Batke)

Konrad Scheffler

Besonderer Arbeitsplatz: Konrad Scheffler vor einer Orgel (Foto: Andreas Batke)

Fürs Echte gibt‘s keinen Ersatz

Als Geschäftsführer der Sieversdorfer Orgelwerkstatt Scheffler widmet sich Konrad Scheffler mit seinem Team vor allem den sogenannten romantischen Orgeln aus dem 19. Jahrhundert. »Wir haben ein Kerngebiet, in dem wir versuchen, ganz vorn zu sein«, sagt der 36-Jährige. »Im Umgang mit romantischen Sauer-Orgeln gibt es keine Firma, die es besser machen kann als wir.« Die Sauer-Orgeln sind benannt nach Wilhelm Sauer (1831–1916). Er etablierte den Orgelbau in Frankfurt (Oder). Um die 1.100 der großen Instrumente erschuf er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern. Die noch erhaltenen brauchen selbstverständlich Pflege. Und irgendwann müssen sie auch restauriert werden. Genau darauf ist die Sieversdorfer Orgelwerkstatt spezialisiert. Gegründet hat sie im November 1990 Konrads Vater Christian Scheffler. Die Orgeltradition der Oderstadt hatte ihn in den 1970er-Jahren nach Frankfurt gezogen, wo er die Berufe des Tischlers und des Orgelbauers lernte. In Sieversdorf startete Christian Scheffler mit zwei Mitarbeitern den Betrieb. Heute sind dort insgesamt 14 Mitarbeiter beschäftigt – vor allem Orgelbauer, aber auch Tischler und ein Mechatroniker. Das Restaurieren einer großen Orgel ist vom Aufwand vergleichbar mit dem Bau eines Hauses. Dabei stehe die Handarbeit im Vordergrund. »Für das Echte gibt es keinen Ersatz«, zitiert Konrad Scheffler einen bekannten Ausspruch, »künstliche Intelligenz kann weder die unterschiedlichen Orgelpfeifen bauen noch den Klang einstellen. Dazu gehören Wissen und Fingerspitzengefühl.«

Musikalische Bildung ist für einen Orgelbauer von Vorteil

Sieversdorf

Auch eine Leiter gehört zu den Arbeitsgeräten Konrad Schefflers. Das Restaurieren einer Orgel bleibt Handarbeit. (Foto: Andreas Batke)

Sieversdorf

Kartenansicht Auch eine Leiter gehört zu den Arbeitsgeräten Konrad Schefflers. Das Restaurieren einer Orgel bleibt Handarbeit. (Foto: Andreas Batke)