Vorsicht Stoppschild!

Peter und Anke Boldt, Phil Kusche

Drei Personen stehen und sitzen in einem Raum mit Lehrmaterialien und Plakaten zur Verkehrserziehung. Der Raum ist hell und freundlich gestaltet.

Peter und Anke Boldt, Phil Kusche

Phil Kusche (r.) soll die Fahrschule eines Tages übernehmen. (Foto: Andreas Batke)

Vorsicht Stoppschild!

Anke Boldt ist die Frau des Chefs. Ihr Mann, Peter Boldt, ist seit fast 25 Jahren Inhaber der Fahrschule Boldt in Gosen-Neu Zittau. 2004 lernte er über das Internet Anke kennen, sie verliebten sich, heirateten. Und er sagte: »Kannst Fahrlehrerin werden und bei mir anfangen.« Mit ihrer Entscheidung brach sie in eine Männerdomäne ein, denn Fahrschullehrerinnen sind immer noch selten. Um heute einen Führerschein zu erlangen, muss man relativ tief in die Tasche greifen. 2.500 bis 3.000 Euro sind die Regel. Als Anke Boldt 2006 als Fahrschullehrerin anfing, lagen die Preise noch zwischen 800 und 900 Euro. Mehr als 2.500 Fahrschüler aus Berlin und Brandenburg haben bisher in der Fahrschule Boldt das Fahren erlernt und den Führerschein erworben – hauptsächlich für Pkw, Motorräder und Pkw-Anhänger. Nicht nur die Preise haben sich in den 19 Jahren ihrer Fahrschul-Zeit verändert, auch die Kunden. »Es ist schon auffällig, wie unkonzentriert heutzutage junge Menschen fahren«, beobachtet Anke Boldt. Manche hätten auch motorische Schwierigkeiten, könnten nicht lenken und hätten Mühe, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun: auf die Verkehrsschilder zu achten, zu blinken, zu schalten oder zu bremsen. »Früher waren solche Defizite die Ausnahme, heute sind sie fast die Regel.« Phil Kusche ist erst seit Juni 2023 Fahrschullehrer. Ab 2025 soll er das Unternehmen der Boldts übernehmen und sein eigener Chef werden. Phil Kusche macht seinen Job gern, »auch weil ich fast nur mit jungen Leuten zu tun habe. Ich lerne ständig neue Menschen kennen, kann ihnen was beibringen, wir arbeiten gemeinsam an einem Ziel – dem Führerschein.«

Es ist schon auffällig, wie unkonzentriert heutzutage junge Menschen fahren.

Gosen-Neu Zittau

Eine Person mit Brille sitzt im Fahrschulauto und schaut über die Schulter aus dem Fenster. Der Innenraum des Fahrzeugs ist gut sichtbar, einschließlich der Armaturen und Sitze.

Gosen-Neu Zittau

Kartenansicht Schulterblick von Anke Boldt (Foto: Andreas Batke)

Fahrschulautos sind für alles gerüstet

Ein Blick aus dem Innenraum eines Fahrschulautos, in dem eine Person sitzt und nach vorne schaut. Der Fokus liegt auf den Sitzen und dem Armaturenbrett des Autos.

Fahrschulautos sind für alles gerüstet

Kartenansicht Anke Boldt bei ihrer Arbeit (Foto: Andreas Batke)

Führerschein von 1925

Geöffnetes graues Ausweisdokument mit handschriftlichen Einträgen und einem schwarz-weißen Porträtfoto eines Mannes in Anzug und Krawatte

Führerschein von 1925

Führerschein von Bruno Alfred Walter Schüßler, geboren am 8. Juni 1901 in Schönebeck, wohnhaft in Magdeburg, Elsässer Straße 22, Papier, Leihgeber: Sebastian Schüßler, Berlin

Hilfsspiegel

Zwei weiße Außenspiegel mit schwarzen Umrandungen und Halterungen auf weißem Hintergrund

Hilfsspiegel

2024, Firma ANBOO, um 360 Grad verstellbar, mit selbstklebendem Aufkleber, zum Erfassen des Toten Winkels, werden an die Rückspiegel montiert, ABS/verspiegeltes Kristallglas/ Kunststoff, Sammlung: museum oder-spree

ELAN-Fahrtrainer

Ein historischer Fahrtrainer mit einem Filmprojektor-Setup, einem grünen Sitz und einem Steuerpult. Der Projektor steht auf einem Stativ, umgeben von zwei Holzkisten, die zur Präsentation von Medien dienen.

ELAN-Fahrtrainer

Alter Fahrtrainer von 1966 bis 1989 vom Verkehrskombinat Karl-Marx-Stadt (Foto: Bernd Choritz)