Die Stille in uns

Eileen Fröhlich

Eileen Froelich kennt den Klang des Waldes - und versucht, ihn anderen zu vermitteln. (Foto: Andreas Batke)

Eileen Fröhlich

Eileen Froelich kennt den Klang des Waldes – und versucht, ihn anderen zu vermitteln. (Foto: Andreas Batke)

Die Stille in uns

Als Eileen Froelich vor vielen Jahren selbst zum Waldbaden kam, ging es ihr wie heute vielen ihrer Kunden: Sie alle suchen eine Erfahrung, die die Unruhe im Außen so weit reduziert, dass die innere Stimme wieder hörbar wird. Vor allem die Menschen aus der Stadt haben eine besondere Sehnsucht nach dem Wald, weiß die gebürtige Berlinerin. Ihr Großvater habe sie einmal gefragt, warum man sie brauche, um in den Wald zu gehen. Er tue das schließlich schon sein Leben lang – und das alleine. »Was wir hier machen, ist Verweilen im Hier und Jetzt, ist Achtsamkeitsarbeit. Um zu üben, einfach im Moment zu sein, ist es gut, jemanden dabei zu haben, der den Raum für dich hält und dir die Gelegenheit gibt, für eine längere Zeit im Hier und Jetzt zu bleiben.« Eileen verwendet am liebsten den originalen Namen Shinrin Yoku, der aus dem Japanischen stammt. Dort sei die im Deutschen als Waldbaden bekannte Methode erfunden worden und seit vielen Jahren auch eine anerkannte Präventionsmaßnahme. Waldbaden wirke sich auf unser Immunsystem und unsere seelische Gesundheit aus. Saskia Hoffmann und Jan Treuholz, die mit ihrer Firma »Bewegt im Wald« in Woltersdorf sitzen, bestätigen die große Bedeutung von Akustik für den Erfolg des Waldbadens. Im Gegensatz zu menschengemachten Geräuschen werde die natürliche Geräuschkulisse des Waldes als beruhigend wahrgenommen. »Natürliche Klänge wie Vogelgezwitscher oder Blätterrascheln lenken die Aufmerksamkeit sanft auf den Moment. Belastende Erinnerungen oder Zukunftssorgen, die krankmachende Stresshormone auslösen, spielen nun keine Rolle mehr.«

Wenn es ruhig wird, wird es laut im Kopf

Bad Saarow

Kontaktaufnahme mit der Natur: eine Gruppe Menschen beim Waldbaden. (Foto: Andreas Batke)

Bad Saarow

Kartenansicht Kontaktaufnahme mit der Natur: eine Gruppe Menschen beim Waldbaden. (Foto: Andreas Batke)