Kopf, Herz und Hand

Dorothee Schmidt-Breitung

Eine Frau mit Stirnband arbeitet in einem Raum mit Ziegelmauerwerk an einem Workshop-Tisch. An der Wand hängen verschiedene Zeichnungen und kalligrafische Schriftproben. Auf dem Tisch stehen Gläser, Pinsel und eine Holzkiste mit Utensilien.

Dorothee Schmidt-Breitung

Dorothee Schmidt-Breitung im Kloster Neuzelle beim Mischen von Pigmenten (Foto: Andreas Batke)

Kopf, Herz und Hand

Denkmalunterricht begeistert Jugendliche

Dorothee Schmidt-Breitung: Künstlerin, Restauratorin, Denkmalpädagogin, Kulturorganisatorin und Freigeist. Neben ihrer Arbeit als Restauratorin begeistert die Breslackerin seit geraumer Zeit im Denkmalunterricht junge Menschen für den Erhalt von Geschichte. Vorab promovierte sie auf dem Gebiet der Denkmalvermittlung. Dafür interviewte sie Jugendliche, die an einem Denkmal-Aktiv-Programm der Stiftung Denkmalschutz teilnahmen und analysierte die Wirkung, die das Programm hinterließ. Im Kulturort Neuzelle unterrichtet Dorothee nun Kunst und leitet die Denkmal-Aktiv-AG. Ihr neue »Karriere« an der Rahn-Schule begann infolge einer Vertretung, und schon bald merkte sie: »Der Lehrplan ist sehr dehnbar.« Diesen Umstand machte sich die Restauratorin zunutze und band die Denkmalvermittlung mit ein. Ab dem Grundschulalter bietet Dorothee den Kindern Werkstatttage an, bei denen schon die Kleinsten in Berührung mit Denkmälern und Traditionen kommen. Des Weiteren leitet sie die Denkmal-Aktiv-AG für Oberschüler, in der die Jugendlichen aktiv Neuzelle erkunden. Jugendliche sollen lernen, »wahrzunehmen«, sich der »Nutzbarkeit bewusst zu werden. Uns nutzt keine tote Materie. Sie muss beseelt sein, erst dann wird sie geliebt und gepflegt und beachtet.« Um den Unterricht spannend zu gestalten, organisiert Dorothee immer wieder Ausflüge. Und mit ihrer Denkmal-Aktiv-AG schafft sie es, dreimal pro Schulhalbjahr in die Werkstätten zu gehen, wo die Schüler ihr handwerkliches Geschick ausprobieren können. Sie sollen spüren, dass Denkmäler Spaß machen können und dass alt nicht immer gleich langweilig bedeutet.

Uns nutzt keine tote Materie.

»Schweinfurter Grün« und Schneebesen

Ein historischer Schneebesen mit Holzgriff liegt vor einer grünen Glasflasche, die mit feinem, grünem Farbpulver gefüllt ist. Das Exponat veranschaulicht die historische Herstellung von Farben und Pigmenten.

»Schweinfurter Grün« und Schneebesen

»Schweinfurter Grün« und Schneebesen, Arbeitsmaterial von Dorothee Schmidt-Breitung (Foto: Bernd Choritz)

»Ältestes Haus« in Beeskow

Ein historisches Fachwerk-Exponat: Ein Wandabschnitt mit dunklen Holzbalken, weißem Putz, einem Sprossenfenster und kunstvoll geschnitzten Holzkonsolen vor einem neutralen Hintergrund.

»Ältestes Haus« in Beeskow

Modell eines Details vom »Ältesten Haus« in Beeskow aus den 1970er-Jahren (Foto: Bernd Choritz)