DALLI DALLI übers Land

Eike Bader

Eike Bader, Projektleiter beim DALLI, setzt auf Teilhabe. (Foto: Andreas Batke)

Eike Bader

Eike Bader, Projektleiter beim DALLI, setzt auf Teilhabe. (Foto: Andreas Batke)

Busfahren nach Bedarf

Mobilität im ländlichen Raum heißt: Du hast ein Auto und bist mobil, oder du hast keins und dann … ja, was dann? Seit zwei Jahren heißt eine Antwort darauf: »Rufen Sie sich doch den DALLI! Da müssen Sie nur die App runterladen.« Der DALLI ist nicht einfach nur ein Rufbus. Das Besondere ist im Wort »Linienbedarfsverkehr« versteckt, also ein Streckenplan nach Bedarf. Das ermöglichen die rund 500 alternativen Haltepunkte, die sich um die gesamte Region Storkow/Scharmützelsee verteilen. Kein Einwohner hat daher einen längeren Fußweg bis zur nächsten Haltestelle als maximal 200 Meter. Der Schlüssel zum Erfolg sei die Teilhabe, sagt Eike Bader, Projektleiter beim DALLI mit Sitz in Storkow. Mit ökologischen Argumenten in Bezug auf Mobilität brauche man im ländlichen Raum nicht kommen. Aber wenn die Enkel selbstständig zur Oma drei Orte weiterfahren können oder die Vorsorgeuntersuchung endlich wahrgenommen werden kann, weil der Arztbesuch kein Tagesausflug mehr ist, dann berührt das grundlegende gesellschaftliche Aspekte. Das DALLI-Projekt hat wöchentlich zweistellige Erstnutzerfahrten zu verzeichnen. Der Landkreis hat sich mit dem Projekt weit rausgelehnt, ebenso die beteiligten Kommunen Storkow und Scharmützelsee. Der Fahrgast selbst bezahlt zum regulären ÖPNV-Tarif lediglich noch einen Euro »Komfortzuschlag«. Perspektivisch ist ein landesweites Mobilitätskonzept dieser Art vorstellbar. Den Arbeitstitel gibt es schon: »DALLI – Dein Brandenbus«.

Rufen Sie doch den DALLI!

Bad Saarow / Storkow

Mobilität auf dem Lande (l.) war 2024 für viele Parteien auch ein Thema bei der Landtagswahl in Brandenburg. (Foto: Andreas Batke)

Bad Saarow / Storkow

Kartenansicht Mobilität auf dem Lande (l.) war 2024 für viele Parteien auch ein Thema bei der Landtagswahl in Brandenburg. (Foto: Andreas Batke)

Schiebetür eines Kleinbusses

Aufdruck:»DALLI Dein Brandenbus Oderland-Spree«, Stahloblech; Leihgeberin: DALLI Zentrale - MWM Solutions GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Schiebetür eines Kleinbusses

Aufdruck:»DALLI Dein Brandenbus Oderland-Spree«, Stahloblech; Leihgeberin: DALLI Zentrale – MWM Solutions GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Allzeit gut Fahrt!

Antonia und Lukas

Antonia und Lukas fahren mit der RB 36 zur Berufsschule nach Frankfurt (Oder). (Foto: Andreas Batke)

Antonia und Lukas

Antonia und Lukas fahren mit der RB 36 zur Berufsschule nach Frankfurt (Oder). (Foto: Andreas Batke)

Mit der RB 36 durch den Landkreis

Die Distanz zwischen Frankfurt (Oder) und dem Endbahnhof Königs Wusterhausen beträgt 80,3 Kilometer. Die RB 36 der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) hält an 20 Stationen und braucht dafür eine Stunde und 32 Minuten. In der Woche fahren die Züge zwischen 4:30 und 24 Uhr im Stundentakt. Lukas lernt Koch in Fürstenwalde. Wenn er zur Berufsschule muss, pendelt er mit der RB 36 zwischen Storkow, wo er wohnt, und Frankfurt, wo seine Schule ist. Er wird von Antonia und David begleitet, die auch in die Berufsschule gehen. Beide haben sich dort kennengelernt, aber beim Zugfahren ihre Beziehung intensiviert. Lars fährt heute mit seinem kleinen Sohn von Frankfurt nach Oegeln, eine Station vor Beeskow. Aus beruflichen Gründen ist er eine Zeitlang regelmäßig mit der RB 36 gefahren und zwischen Beeskow und Königs Wusterhausen gependelt. Er fährt sehr gerne Zug; auch aus ökologischen Gründen sei dieser eine sinnvolle Alternative zum Auto. In Grunow steigt Uwe ein. Er arbeitet in Berlin und ist als Journalist oft im Homeoffice. Zweimal die Woche muss er jedoch in die große Stadt. Er erzählt, dass er im Zug manchmal viel besser arbeiten kann als zu Hause und mit dem Laptop auf dem Schoß seine Texte fast von ganz alleine entstehen. Schaffnerin Christine Freund kennt über die Jahre schon viele Stammfahrgäste, zu denen es fast eine familiäre Beziehung gebe. Natürlich würden manche auch nerven, aber: »Die kommen rein … und steigen auch wieder aus, so etwas lasse ich gar nicht in meinen Kopf, sonst könnte ich den Job nicht machen.«

Allzeit gute Fahrt!

Friedersdorf bei Königs Wusterhausen

Ein Bauzug der Deutschen Bahn erneuert die Gleise in Friedersdorf. (Foto: Andreas Batke)

Friedersdorf bei Königs Wusterhausen

Kartenansicht Ein Bauzug der Deutschen Bahn erneuert die Gleise in Friedersdorf. (Foto: Andreas Batke)

Bahnhof Frankfurt (Oder)

Bahnhofshalle in Frankfurt (Oder): Auch hier hält die RB36. (Foto: Andreas Batke)

Bahnhof Frankfurt (Oder)

Kartenansicht Bahnhofshalle in Frankfurt (Oder): Auch hier hält die RB36. (Foto: Andreas Batke)

Werbeartikel der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB)

2024, Reisebesteck, Holz, Leinen/ Frühstücksbrettchen, Kunststoff/ Saftbecher »Heidi Kraut auf Tour«, Kunststoff/ Kaffeebecher, Leichtmetall, Kunststoff/ Memory-Spiel, Pappe, Vertrieb über Berlin-Assistent für die Niederbarnimer Eisenbahn, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Werbeartikel der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB)

2024, Reisebesteck, Holz, Leinen/ Frühstücksbrettchen, Kunststoff/ Saftbecher »Heidi Kraut auf Tour«, Kunststoff/ Kaffeebecher, Leichtmetall, Kunststoff/ Memory-Spiel, Pappe, Vertrieb über Berlin-Assistent für die Niederbarnimer Eisenbahn, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Überseekoffer

Um 1900, Herkunft unbekannt, Leder/Holz/Textil /Metall, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Überseekoffer

Um 1900, Herkunft unbekannt, Leder/Holz/Textil /Metall, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

»Die Ruhe ist das Schönste«

Sabine Jürgens

Sabine Jürgens hat das Glück hinterm (Bus)Steuer gefunden. (Foto: Andreas Batke)

Sabine Jürgens

Sabine Jürgens hat das Glück hinterm (Bus)Steuer gefunden. (Foto: Andreas Batke)

Klaus-Peter Kuhnert

Der gehbehinderte Klaus-Peter Kuhnert (r.) ist auf den Bus angewiesen, um in die Stadt zu kommen. (Foto: Andreas Batke)

Klaus-Peter Kuhnert

Der gehbehinderte Klaus-Peter Kuhnert (r.) ist auf den Bus angewiesen, um in die Stadt zu kommen. (Foto: Andreas Batke)

»Die Ruhe ist das Schönste«

Klaus-Peter, 64 Jahre alt, aus Friedland nutzt den Bus eigentlich schon immer. »Ich komme sonst nicht von A nach B.« Er ist gehbehindert, da ist der Bus unerlässlich. Zudem ist er alleinstehend und fährt fast täglich nach Beeskow, um in der Kontakt- und Beratungsstelle am Bahnhof Kaffee zu trinken und sich mit anderen einsamen Menschen auszutauschen. Sabine Jürgens, kurz Tina, ist seit 2016 Busfahrerin. Anfangs war sie bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) angestellt. In der Großstadt hätten Beschimpfungen und absichtliches Ausbremsen auf der Tagesordnung gestanden. Egal ob die Leute mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß unterwegs waren: Es habe immer nur Stress gegeben. Heute arbeitet Tina beim »Busverkehr Oder-Spree«. »Die Menschen sind hier einfacher als in der Stadt.« Die Autofahrerinnen und Autofahrer seien viel verständnisvoller, würden deutlich mehr Rücksicht nehmen. Im Landkreis gibt es insgesamt fünf Busbahnhöfe: Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt, Erkner, Müllrose und Beeskow. 176 Fahrer und Fahrerinnen decken alle Routen ab. Am Standort Beeskow arbeiten insgesamt 15 Fahrer. Tina ist dort die einzige Frau. Unter den Kollegen versteht man sich gut; die Strecken und Zeiten würden immer fair aufgeteilt. »Der Nachwuchs wurde in den letzten Jahren leider etwas vernachlässigt«, sagt Jörg Leu, Chef des Busbahnhofs Beeskow. »Nun kommt der Zuwachs aber wieder.«

Die Menschen sind hier einfacher als in der Stadt.

Beeskow

Für viele Menschen auf dem Lande ist der Bus das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. (Foto: Andreas Batke)

Beeskow

Kartenansicht Für viele Menschen auf dem Lande ist der Bus das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. (Foto: Andreas Batke)

Kutschenlampen

Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, Firma Romanowski, Warschau (damals Kongresspolen bzw. Weichselland), Kerzenbeleuchtung, Glas/Eisenblech, schwarz lackiert, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)

Kutschenlampen

Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, Firma Romanowski, Warschau (damals Kongresspolen bzw. Weichselland), Kerzenbeleuchtung, Glas/Eisenblech, schwarz lackiert, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)

Zahlbox

1960-/1970-Jahre, öffentlicher Personennahverkehr der DDR (Deutsche Demokratische Republik), Metall/Kunststoff/Papier, Leihgeber: Tram 88 e. V. (Foto: Bernd Choritz)

Zahlbox

1960-/1970-Jahre, öffentlicher Personennahverkehr der DDR (Deutsche Demokratische Republik), Metall/Kunststoff/Papier, Leihgeber: Tram 88 e. V. (Foto: Bernd Choritz)

Hühner über Land

Christian Schlingmann

Christian Schlingmann ist in zweiter Generation im Geflügelgeschäft. (Foto: Andreas Batke)

Christian Schlingmann

Christian Schlingmann ist in zweiter Generation im Geflügelgeschäft. (Foto: Andreas Batke)

Hühner über Land

Der Hühnerwagenfahrer, der monatlich durch den Landkreis fährt, verkauft Lebendgeflügel: Legehennen, Puten, Enten, Gänse von der Ladefläche eines Kleintransporters aus schwarzen Plastikgitterkäfigen. Sechs Kästen hochgestapelt, alle sind sauber und mit Stroheinstreu. Jeder Kasten ist oben durch farbige Schieber verschließbar. Die Schieber sind immer hakelig oder etwas kaputt. Vereinzelt rollen Eier zwischen den Krallen der Junghennen als sichtbares Zeichen für ihre Legereife. Auch Christian Schlingmann ist mit einem Hühnerwagen unterwegs. Der Chef des Geflügelhofes Schlingmann in Duben ist in zweiter Generation im Geflügelgeschäft und stammt aus Nordrhein-Westfalen. Seine Kinder werden den Betrieb übernehmen. Nach dem Mauerfall hat er in Kooperation mit einem Dubener auf dessen Hof angefangen, später dann einen ehemaligen LPG-Betrieb gekauft und umgebaut. Um fünf ist Schlingmann aufgestanden, hat die Hühner in die Käfige verladen und wird heute Abend circa 200 Kilometer zurückgelegt und ungefähr ebenso viele Hühner verkauft haben. Auf seiner Tourenliste sind Namen, Adressen und die Bestellungen von Kunden eingetragen. Er liefert teils bis vor die Haustür. Da es in Deutschland keine Brütereien mehr gibt, bezieht Schlingmann seine Tiere aus Frankreich. 18 Wochen verbringen die Junghühner auf seinem Hof, bis sie reif für den Weiterverkauf sind. Den Großteil der Hofarbeit erledigen seine Frau, seine Tochter und eine Angestellte. Was er wann und wie viel er verkaufen wird, muss er vorher „fühlen“. „Es sind ja keine Schuhe, die ich aus dem Regal ziehen kann.“ Da kann tatsächlich schon mal was knapp werden am Tourenende.

Nimmst noch ‘n Hahn dazu?

Storkow/Duben

Zwei Weiße, zwei Schwarze, zwei Sussex - Christian Schlingmann (l.) stellt die Hühnerlieferung für Reinhard Kirbs zusammen (Foto: Andreas Batke)

Storkow/Duben

Kartenansicht Zwei Weiße, zwei Schwarze, zwei Sussex – Christian Schlingmann (l.) stellt die Hühnerlieferung für Reinhard Kirbs zusammen (Foto: Andreas Batke)

Fahrrad war gestern

Steffen Abel

Steffen Abel mag an seinem Beruf besonders, mit Menschen in Kontakt zu sein. (Foto: Andreas Batke)

Steffen Abel

Steffen Abel mag an seinem Beruf besonders, mit Menschen in Kontakt zu sein. (Foto: Andreas Batke)

Fahrrad war gestern

20 Zustellbezirke werden von der Deutschen Post von Beeskow aus beliefert. Briefe, Päckchen und Pakete werden dafür auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree sortiert und in die Postautos geladen. 26 Fahrzeuge zählt die Flotte, 21 von ihnen fahren mit Strom. Das letzte Postfahrrad am Standort Beeskow ist vor drei Jahren mit seiner Zustellerin in Rente gegangen. Steffen Abel ist seit 19 Jahren bei der Post; seit vier Jahren als stellvertretender Standortleiter in Beeskow. Der Morgen für die Zustellerinnen und Zusteller beginnt gewöhnlich um 8 Uhr mit dem Sortieren der Post, die zuvor aus dem Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld angeliefert wird und dem DHL Paketzentrum Rüdersdorf (Märkisch Oderland). Jeder Mitarbeitende hat dafür einen Arbeitsplatz, an dem er die Briefe passend zu seiner Tour »in Gangfolge« bringt. Bei Abel sind das an diesem Montag kaum zwei Handvoll: Wurden 2010 deutschlandweit pro Tag durchschnittlich 68 Millionen Briefe mit der Deutschen Post versandt, waren es 2024 nur noch 46 Millionen. Der Anteil der von DHL beförderten Pakete im selben Zeitraum hat sich dagegen mehr als verdoppelt, von 2,6 auf 6,3 Millionen. Steffen Abel lädt jeden Morgen im Durchschnitt 100 bis 140 Pakete in seinen Bus – und später wieder aus. Herzberg, Lindenberg, Tauche, Glienicke – all diese Orte fährt er an. Es gibt Leute, bei denen hält Abel täglich – und sei es, um eine Retoure entgegen zu nehmen. Wer selten zu Hause ist, hat meist einen netten Nachbarn – oder im besten Fall einen Ablageort vereinbart. »Auf dem Land ist das gängig«, sagt Abel.

Sie glauben gar nicht, was die Leute alles bestellen!

Beeskow

Blick ins Beeskower Zustellzentrum der Deutschen Post auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree (Foto: Andreas Batke)

Beeskow

Kartenansicht Blick ins Beeskower Zustellzentrum der Deutschen Post auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree (Foto: Andreas Batke)

Routenplaner

Routenplan an einem Verteilerspind (Foto: Andreas Batke)

Routenplaner

Routenplan an einem Verteilerspind (Foto: Andreas Batke)

Hut eines Postillons

Ende des 19. Jahrhunderts, Herkunft unbekannt, Lederkorpus mit Krempe, Tressenband mit Schnalle, Reichsadler mit dem Posthorn (Emblem der Deutschen Reichspost [1871– 1919]), farbig lackierte Landeskokarde, innen: Schweißleder, Filz (Regenschutz), Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Hut eines Postillons

Ende des 19. Jahrhunderts, Herkunft unbekannt, Lederkorpus mit Krempe, Tressenband mit Schnalle, Reichsadler mit dem Posthorn (Emblem der Deutschen Reichspost [1871– 1919]), farbig lackierte Landeskokarde, innen: Schweißleder, Filz (Regenschutz), Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Datenerfassungsterminal

Zebra Technologies, für die Erfassung gedruckter und elektronischer 1D- und 2D-Barcodes (Foto: Bernd Choritz)

Datenerfassungsterminal

Zebra Technologies, für die Erfassung gedruckter und elektronischer 1D- und 2D-Barcodes (Foto: Bernd Choritz)

24 Stunden

Alexander Weber

Notfallsanitäter Alexander Weber (Foto: Andreas Batke)

Alexander Weber

Notfallsanitäter Alexander Weber (Foto: Andreas Batke)

24 Stunden

Um 7 Uhr ist Schichtwechsel in der Rettungswache Weichensdorf. Zwischen Agrarlager, altem Bahnhof und einer »Platte« treten Notfallsanitäter Alexander Weber und sein Kollege und stellvertretender Wachenleiter Enriko Grasme ihren Dienst an. 24 Stunden liegen vor beiden. Die Rettungswache Weichensdorf wird unter den Rettern liebevoll »Schlafwache« oder auch »Dornröschenwache« genannt. Dort passiert so gut wie nichts – 580 Einsätze 2023 sprechen nicht gerade für einen stressigen Arbeitsalltag. Und doch hat die Wache ihre Berechtigung, denn das Gesetz über den Rettungsdienst im Land Brandenburg legt eine Hilfsfrist fest. Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes müssen die Rettungswachen so errichten, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten erreicht werden kann. »Wir leben mit der Lage in der Lage«, erläutert Alexander Weber. Will heißen, er stellt sich auf alles ein, was eben kommt, ist immer einsatzbereit, auch wenn kein Einsatz stattfindet. Auf dem Land warten die Menschen lange ab. »Erst, wenn gar nichts mehr geht, rufen sie an.« Mehr als 40.500 Einsätze jährlich werden im Landkreis Oder-Spree gefahren, Tendenz steigend. Wie überall, fehlen dafür Arbeitskräfte, denn um einen RTW durchgängig zu besetzen, benötigt der Rettungsdienst zehn Retter. Für jede Fahrt braucht es ein Team aus Notfallsanitäter und Rettungssanitäter. Das ist der Mindestbesatz. Der Unterschied: Der Notfallsanitäter hat eine dreijährige Ausbildung, der Rettungssani nur eine 13-wöchige. 2024 treten im gesamten Landkreis zwölf Azubis in den Rettungsdienst. Ein großer Erfolg.

Wir leben mit der Lage in der Lage.

Rettungswache Weichensdorf

Rettungswache in Weichensdorf, die unter den Rettern liebevoll »Dornröschenwache« genannt wird (Foto: Andreas Batke)

Rettungswache Weichensdorf

Kartenansicht Rettungswache in Weichensdorf, die unter den Rettern liebevoll »Dornröschenwache« genannt wird (Foto: Andreas Batke)

Fahrtrage (überholt)

Fahrtrage Modell 6100 M-1 Roll-In-System aus 2020 vom Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Fahrtrage (überholt)

Fahrtrage Modell 6100 M-1 Roll-In-System aus 2020 vom Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Historische Trage

Erster Weltkrieg (1914–1918), zusammenklappbar, Firma Jahn, Holz/Textil/Metall, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)

Historische Trage

Erster Weltkrieg (1914–1918), zusammenklappbar, Firma Jahn, Holz/Textil/Metall, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)

Oase am Fluss

Kersdorfer Schleuse

Seit 1891 ist die Kersdorfer Schleuse in Betrieb. (Foto: Andreas Batke)

Kersdorfer Schleuse

Kartenansicht Seit 1891 ist die Kersdorfer Schleuse in Betrieb. (Foto: Andreas Batke)

Oase am Fluss

»Die Schleuse war für mich in den 43 Berufsjahren immer wie eine Oase, wo man gern hinfährt«, sagt Schleusenwärterin Regina Waschkowski. Zu DDR-Zeiten gab es elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Zwei-Schicht-System ihren Dienst versahen. »Die Arbeit war damals körperlich schwer, aber auch abwechslungsreich.« Das Öffnen der Tore, das Entkoppeln von Behältern überlanger Schubverbände, Leinenfestmachen und die Abgabenerhebung zählten genauso zum Aufgabenbereich wie die Reinigung des Geländes. Die erste Schleuse in Kersdorf, die sogenannte Südkammer, nahm 1891 als Einkammerschleuse ihren Betrieb auf. Ihre nutzbare Länge betrug 55 Meter. Der Bau der Nordkammer erfolgte 1904. Um größeren Schiffen die Fahrt auf dem Oder-Spree-Kanal zu ermöglichen, wurde 1928 das Tor der Südkammer ersetzt. Dadurch konnte die Schleuse nun auch Schiffe bis zu einer Länge von 67 Metern aufnehmen. Nach dem Mauerfall 1989 ging die Berufsschifffahrt zurück, und auch die Arbeitsweise an der Kersdorfer Schleuse änderte sich. Mit zunehmender Technisierung wurden weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebraucht. »Heute ist es ein Alleinarbeitsplatz mit einem großen Anteil Computerarbeit und wenig persönlichem Kontakt zu den Schiffsführern.« Aktuell passieren rund 20.000 Tonnen an Lasten pro Monat die Schleuse, unter anderem Kies, Papier aus Schwedt und Hüttensand aus Eisenhüttenstadt. »Mir ist aus DDR-Zeiten noch die Zahl von zwei Millionen transportierten Tonnen pro Jahr im Kopf geblieben. Die Berufsschifffahrt auf dem Oder-Spree-Wasserweg ist aufgrund des Niedrigwassers unbeständig.«

Das Potenzial wird aus meiner Sicht leider nicht ausgeschöpft.

Kersdorfer Schleuse

Blick in die sich füllende, alte Schleusenkammer (Foto: Andreas Batke)

Kersdorfer Schleuse

Kartenansicht Blick in die sich füllende, alte Schleusenkammer (Foto: Andreas Batke)

Schiffsmodell

Das Schiffsmodell wurde vom Heimatverein Gosen-Neu-Zittau geliehen (Foto: Bernd Choritz)

Schiffsmodell

Das Schiffsmodell wurde vom Heimatverein Gosen-Neu-Zittau geliehen (Foto: Bernd Choritz)

Zubehör eines Schleusenwärters

Protokollbuch »Besondere Vorkommnisse über Arbeitsschutz und Sicherheit Kersdorf«, 2.6.1958–19.2.1966, Papier/Pappe Verkehrstagebuch, 12.5.2009-5.10.2010, Papier/Pappe, MS=Motorschiff, FG=Fahrgastschiff, MB=Motorboot, PB=Paddelboot, SB=Schubboot Schreibgarnitur mit Löschwippe, 1930er-Jahre, Marmor/ Holz/Texti (Foto: Bernd Choritz)

Zubehör eines Schleusenwärters

Protokollbuch »Besondere Vorkommnisse über Arbeitsschutz und Sicherheit Kersdorf«, 2.6.1958–19.2.1966, Papier/Pappe Verkehrstagebuch, 12.5.2009-5.10.2010, Papier/Pappe, MS=Motorschiff, FG=Fahrgastschiff, MB=Motorboot, PB=Paddelboot, SB=Schubboot Schreibgarnitur mit Löschwippe, 1930er-Jahre, Marmor/ Holz/Texti (Foto: Bernd Choritz)

Tradition an der Spree

Mario Müller

Mario Müller in seiner Werkstatt in Werder (Foto: Andreas Batke)

Mario Müller

Mario Müller in seiner Werkstatt in Werder (Foto: Andreas Batke)

Tradition an der Spree

Am Südrand des Landkreises Oder-Spree liegt das kleine, rund 90 Einwohner zählende Dorf Werder/Spree. Der namensgebende Fluss hat hier gerade den Unterspreewald hinter sich gebracht und schlängelt sich durch eine teils unberührte Wiesenlandschaft. Die Spree spielte in den vergangenen Jahrhunderten für Transporte im direkten Umfeld eine deutlich größere Rolle als heute. Menschen, Rohstoffe und Waren wurden auf dem Wasser geholt und gebracht. Mit Holzkähnen, besser bekannt als Spreewaldkähne, waren etwa Bauern regelmäßig unterwegs. Zum Fischen brauchten sie wiederum andere, kleinere Boote – sogenannte Schweffkähne. In Werder/Spree werden noch immer unterschiedliche Kähne gebaut. Der Tischler Mario Müller, ein echter »Werderaner«, Ortsvorsteher und heute 56 Jahre alt, führt dort das Handwerk seines Großvaters Paul Müller fort. Von Anfang an war dabei klar, dass es sich nur um eines von vielen Geschäftsfeldern handeln konnte. Denn die Bedeutung der Spreewaldkähne – vor allem aus Holz – ist über die Jahre stetig gesunken. Müller baut ausschließlich sogenannte Längsbohlenkähne in traditioneller Weise wie vor 150 Jahren. Drei lange Bohlen für den Boden und zwei an jeder der bis zu 30 Zentimeter hohen Seiten verbindet er miteinander. Die Bohlen bestehen meist aus Kiefernholz. Über Feuer und Wasserdampf biegt Mario Müller die Bohlen so, dass sie eine stromlinienähnliche Form bekommen und fügt sie später mit gebogenen Nägeln zusammen. Versenkt im Boden, bleiben sie unsichtbar. Rund zehn Arbeitstage dauert der Prozess. Je nach zusätzlichen Aufbauten liegen die Preise bei mehr als 5.000 Euro.

Mit dem Holzkahnbau ist heute kaum noch Geld zu verdienen.

Werder/Spree

Die Spreeaue mit Altarmstümpfen bei Werder/Spree (Foto: Andreas Batke)

Werder/Spree

Kartenansicht Die Spreeaue mit Altarmstümpfen bei Werder/Spree (Foto: Andreas Batke)

Werder/Spree

Aus Eschenholz gefertigtes »Rudel«, eine ca. vier Meter lange Stange, mit der die Spreewaldkähne »gestakt« werden (Foto: Andreas Batke)

Werder/Spree

Kartenansicht Aus Eschenholz gefertigtes »Rudel«, eine ca. vier Meter lange Stange, mit der die Spreewaldkähne »gestakt« werden (Foto: Andreas Batke)

Modell eines Längsbohlenkahns (Bug)

2025, Eigenbau, Kiefernholz, Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, Ortsteil Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Modell eines Längsbohlenkahns (Bug)

2025, Eigenbau, Kiefernholz, Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, Ortsteil Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Einbaum

Alter unbekannt, gefunden bei Königs Wusterhausen, Kiefer, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Einbaum

Alter unbekannt, gefunden bei Königs Wusterhausen, Kiefer, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Spitzen zweier Rudel (Spezialruder), alt und neu

Alt: um 1900, Herkunft unbekannt, Eisenblech, stark korrodiert, neu: 2024, Eisenblech (Motiv Schlangenkönig), Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, OT Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Spitzen zweier Rudel (Spezialruder), alt und neu

Alt: um 1900, Herkunft unbekannt, Eisenblech, stark korrodiert, neu: 2024, Eisenblech (Motiv Schlangenkönig), Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, OT Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Wenn das Rad Arthrose hat

Steffen Hirt

Steffen Hirt in seinem Fahrradladen in Beeskow (Foto: Andreas Batke)

Steffen Hirt

Steffen Hirt in seinem Fahrradladen in Beeskow (Foto: Andreas Batke)

Facharzt für Fahrradarthrose

Seit fast 20 Jahren betreibt Steffen Hirt sein Geschäft »Fahrrad-Müller«: in einem kleinen Haus in Beeskow, schräg gegenüber der Burg. Dort ist er Verkäufer, Mechaniker und Buchhalter in Personalunion. Das Geschäft hat er mit allem Drum und Dran vom Vorbesitzer übernommen. »Fahrrad- Müller – den Laden kannte hier jeder, warum hätte ich den Namen ändern sollen?« Der E-Bike-Boom ist längst auch bei »Fahrrad-Müller « angekommen. Jedes zweite Fahrrad, das Hirt verkauft, läuft mit Elektromotor. Er sieht das pragmatisch. »Wegen der E-Bikes steigen Leute wieder aufs Rad, die das sonst nicht tun würden. Sie bewegen sich wieder draußen und auch insgesamt mehr.« Außerdem hat er Kunden, denen es nicht allein um ein neues Freizeitvergnügen geht. Bei ihm hat sich eine Frau ein E-Bike gekauft, um damit täglich mehr als 20 Kilometer zur Arbeit zu pendeln. »Gäbe es keine E-Bikes, würde sie das Auto nicht stehen lassen«, sagt Hirt. Als er sein Geschäft übernahm, bot er nur ein Drittel der Fahrräder und Ersatzteile an, die er heute vertreibt. Dann kamen die Gravelbikes, Mountainbikes mit 28, sogar mit 29 Zoll, elektrische Schaltungen, Riemenantrieb statt Kette, Scheibenbremsen, Nabendynamo, Carbon vom Lenker bis zum Sattel, Fahrradschlösser, die sich per App öffnen lassen. Die Elektrifizierung des Drahtesels hat Steffen Hirts Beruf verändert. Aus dem Fahrradmechaniker ist ein Mechatroniker geworden.

Wegen der E-Bikes steigen Leute wieder aufs Rad, die das sonst nicht tun würden.

»Fahrrad-Müller« in Beeskow

Steffen Hirts Laden gegenüber von der Burg Beeskow (Foto: Andreas Batke)

»Fahrrad-Müller« in Beeskow

Kartenansicht Steffen Hirts Laden gegenüber von der Burg Beeskow (Foto: Andreas Batke)

»Tour de MOZ«

In der Region wird gern gemeinsam geradelt - zum Beispiel bei der regelmäßigen »Tour de MOZ« der Märkischen Oderzeitung. (Foto: Andreas Batke)

»Tour de MOZ«

Kartenansicht In der Region wird gern gemeinsam geradelt – zum Beispiel bei der regelmäßigen »Tour de MOZ« der Märkischen Oderzeitung. (Foto: Andreas Batke)

Mifa Klappfahrrad

Baujahr 1967, Modell 901, Rahmen-Nr. 07.289, frühes Exemplar aus dem VEB (Volkseigener Betrieb) Mifa-Werk Sangerhausen, Neupreis: 293 bis 301 Mark der DDR, Aluminium/ Gummi/Stahl/Kunststoff, Sammlung: Museum Utopie und Alltag, Bestand Alltagskultur (Foto: Bernd Choritz)

Mifa Klappfahrrad

Baujahr 1967, Modell 901, Rahmen-Nr. 07.289, frühes Exemplar aus dem VEB (Volkseigener Betrieb) Mifa-Werk Sangerhausen, Neupreis: 293 bis 301 Mark der DDR, Aluminium/ Gummi/Stahl/Kunststoff, Sammlung: Museum Utopie und Alltag, Bestand Alltagskultur (Foto: Bernd Choritz)

E-Bike-Motor

2009, Boss Classic Line Motor Gen. 1, erstes E-Bike-MotorModell der Firma Robert Bosch GmbH, die heute 50 E-Bike Marken beliefert, Kunststoff/diverse Metalle, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Foto: Bernd Choritz)

E-Bike-Motor

2009, Boss Classic Line Motor Gen. 1, erstes E-Bike-MotorModell der Firma Robert Bosch GmbH, die heute 50 E-Bike Marken beliefert, Kunststoff/diverse Metalle, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Foto: Bernd Choritz)

Fahrradhelm

Vor 2019, Modell KTM Factory Team Unisex, Firma KTM, Polycarbonat/Textil, ausgemustert, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Fahrrad-Müller) (Foto: Bernd Choritz)

Fahrradhelm

Vor 2019, Modell KTM Factory Team Unisex, Firma KTM, Polycarbonat/Textil, ausgemustert, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Fahrrad-Müller) (Foto: Bernd Choritz)

Hinterm Lenkrad sitzt ein Mensch

Udo Prautsch

Der selbstständige Lkw-Fahrer Udo Prautsch (Foto: Andreas Batke)

Udo Prautsch

Der selbstständige Lkw-Fahrer Udo Prautsch (Foto: Andreas Batke)

Hinterm Lenkrad sitzt ein Mensch

Udo Prautsch fing als angestellter Kraftfahrer seine Berufslaufbahn an. Im Jahr 2005 machte er sich selbstständig. Er gründete in Falkenberg bei Tauche die Firma »Udo Prautsch«, kaufte seinen ersten Lkw, fuhr die ersten fünf Jahre lang allein und vergrößerte sich Schritt um Schritt. Heute sind neun Fahrer bei ihm angestellt, die alle einen von Prautschs Lastwagen fahren. Sie wohnen – fast alle – in den Dörfern ringsum. Ihr Kerngeschäft ist jedoch nicht, in die Ferne zu fahren, sondern sie pendeln zwischen den Dörfern, Fürstenwalde/Golm, Eisenhüttenstadt und Rüdersdorf hin und her. Das Kerngeschäft des Unternehmens »Udo Prautsch« ist der Transport von Abfall. Die ersten Jahre, als er noch alleine fuhr, waren die einfachsten, zieht Prautsch Bilanz. Denn mit jedem neuen Fahrzeug wachsen die Kredite an, die bedient werden müssen. Und mit jedem Angestellten wächst der Druck, für alle Fahrer auch immer ausreichend Aufträge zu haben. Zugleich dürfen die Fahrer, damit keine Schieflage entsteht, nicht allzu oft ausfallen – durch Krankheit oder andere Faktoren, die nicht planbar sind. Dazu kommen Ausgaben für Reparaturen, die höheren Benzinpreise und die Kosten für die Maut, die enorm gestiegen sind. In die Zukunft blickt Prautsch mit gemischten Gefühlen. Zum Beispiel ist da die Diskussion um E-Mobilität für Lkw. Dem steht er – beim Stand der heutigen Entwicklung – skeptisch gegenüber. »Ein Elektro-Lkw ist etwa drei Mal so teuer wie Verbrenner«, sagt er. Zudem seien heute weder die nötigen Reichweiten gegeben, noch die Möglichkeiten, einen E-Lkw flächendeckend aufladen zu können. Gerade auf dem Land seien diese Kapazitäten an vielen Orten schlichtweg nicht vorhanden.

Die Lohnkosten sind noch der kalkulierbarste Posten.

Falkenberg (Tauche)

Ein Lkw von Udo Prautsch in Falkenberg (Foto: Andreas Batke)

Falkenberg (Tauche)

Kartenansicht Ein Lkw von Udo Prautsch in Falkenberg (Foto: Andreas Batke)

Arbeitsort Fahrerkabine

Fahrerkabine eines Lkw (Foto: Andreas Batke)

Arbeitsort Fahrerkabine

Fahrerkabine eines Lkw (Foto: Andreas Batke)