Fahrrad war gestern
Steffen Abel
Steffen Abel
Steffen Abel mag an seinem Beruf besonders, mit Menschen in Kontakt zu sein. (Foto: Andreas Batke)
Fahrrad war gestern
20 Zustellbezirke werden von der Deutschen Post von Beeskow aus beliefert. Briefe, Päckchen und Pakete werden dafür auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree sortiert und in die Postautos geladen. 26 Fahrzeuge zählt die Flotte, 21 von ihnen fahren mit Strom. Das letzte Postfahrrad am Standort Beeskow ist vor drei Jahren mit seiner Zustellerin in Rente gegangen. Steffen Abel ist seit 19 Jahren bei der Post; seit vier Jahren als stellvertretender Standortleiter in Beeskow. Der Morgen für die Zustellerinnen und Zusteller beginnt gewöhnlich um 8 Uhr mit dem Sortieren der Post, die zuvor aus dem Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld angeliefert wird und dem DHL Paketzentrum Rüdersdorf (Märkisch Oderland). Jeder Mitarbeitende hat dafür einen Arbeitsplatz, an dem er die Briefe passend zu seiner Tour »in Gangfolge« bringt. Bei Abel sind das an diesem Montag kaum zwei Handvoll: Wurden 2010 deutschlandweit pro Tag durchschnittlich 68 Millionen Briefe mit der Deutschen Post versandt, waren es 2024 nur noch 46 Millionen. Der Anteil der von DHL beförderten Pakete im selben Zeitraum hat sich dagegen mehr als verdoppelt, von 2,6 auf 6,3 Millionen. Steffen Abel lädt jeden Morgen im Durchschnitt 100 bis 140 Pakete in seinen Bus – und später wieder aus. Herzberg, Lindenberg, Tauche, Glienicke – all diese Orte fährt er an. Es gibt Leute, bei denen hält Abel täglich – und sei es, um eine Retoure entgegen zu nehmen. Wer selten zu Hause ist, hat meist einen netten Nachbarn – oder im besten Fall einen Ablageort vereinbart. »Auf dem Land ist das gängig«, sagt Abel.
Sie glauben gar nicht, was die Leute alles bestellen!
Beeskow
Beeskow
Kartenansicht Blick ins Beeskower Zustellzentrum der Deutschen Post auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree (Foto: Andreas Batke)
Routenplaner
Routenplaner
Routenplan an einem Verteilerspind (Foto: Andreas Batke)
Hut eines Postillons
Hut eines Postillons
Ende des 19. Jahrhunderts, Herkunft unbekannt, Lederkorpus mit Krempe, Tressenband mit Schnalle, Reichsadler mit dem Posthorn (Emblem der Deutschen Reichspost [1871– 1919]), farbig lackierte Landeskokarde, innen: Schweißleder, Filz (Regenschutz), Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)
Datenerfassungsterminal
Datenerfassungsterminal
Zebra Technologies, für die Erfassung gedruckter und elektronischer 1D- und 2D-Barcodes (Foto: Bernd Choritz)