24 Stunden

Alexander Weber

Ein Mitarbeiter der Rettung Oder-Spree steht vor einem Rettungswagen. Er trägt eine Arbeitsjacke mit reflektierenden Streifen und hat einen ernsten Gesichtsausdruck.

Alexander Weber

Notfallsanitäter Alexander Weber (Foto: Andreas Batke)

24 Stunden

Um 7 Uhr ist Schichtwechsel in der Rettungswache Weichensdorf. Zwischen Agrarlager, altem Bahnhof und einer »Platte« treten Notfallsanitäter Alexander Weber und sein Kollege und stellvertretender Wachenleiter Enriko Grasme ihren Dienst an. 24 Stunden liegen vor beiden. Die Rettungswache Weichensdorf wird unter den Rettern liebevoll »Schlafwache« oder auch »Dornröschenwache« genannt. Dort passiert so gut wie nichts – 580 Einsätze 2023 sprechen nicht gerade für einen stressigen Arbeitsalltag. Und doch hat die Wache ihre Berechtigung, denn das Gesetz über den Rettungsdienst im Land Brandenburg legt eine Hilfsfrist fest. Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes müssen die Rettungswachen so errichten, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten erreicht werden kann. »Wir leben mit der Lage in der Lage«, erläutert Alexander Weber. Will heißen, er stellt sich auf alles ein, was eben kommt, ist immer einsatzbereit, auch wenn kein Einsatz stattfindet. Auf dem Land warten die Menschen lange ab. »Erst, wenn gar nichts mehr geht, rufen sie an.« Mehr als 40.500 Einsätze jährlich werden im Landkreis Oder-Spree gefahren, Tendenz steigend. Wie überall, fehlen dafür Arbeitskräfte, denn um einen RTW durchgängig zu besetzen, benötigt der Rettungsdienst zehn Retter. Für jede Fahrt braucht es ein Team aus Notfallsanitäter und Rettungssanitäter. Das ist der Mindestbesatz. Der Unterschied: Der Notfallsanitäter hat eine dreijährige Ausbildung, der Rettungssani nur eine 13-wöchige. 2024 treten im gesamten Landkreis zwölf Azubis in den Rettungsdienst. Ein großer Erfolg.

Wir leben mit der Lage in der Lage.

Rettungswache Weichensdorf

Blick auf die Rettungswache in Weichensdorf mit verschiedenen Gebäuden und einem Fahrzeug davor. Die Umgebung ist grün.

Rettungswache Weichensdorf

Kartenansicht Rettungswache in Weichensdorf, die unter den Rettern liebevoll »Dornröschenwache« genannt wird (Foto: Andreas Batke)

Fahrtrage (überholt)

Eine gelbe Trage mit schwarzem Polster, ausgestattet mit Rollen und Haltegriffen, die für den Transport von Patienten in medizinischen Notfällen konzipiert ist.

Fahrtrage (überholt)

Fahrtrage Modell 6100 M-1 Roll-In-System aus 2020 vom Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Historische Trage

Faltstuhl aus Holz mit gestreiften Textilbändern, in einer aufgestellten Position. Der Stuhl zeigt eine einfache, funktionale Bauweise und ist ideal für Ausstellungen im Museum Oder-Spree.

Historische Trage

Erster Weltkrieg (1914–1918), zusammenklappbar, Firma Jahn, Holz/Textil/Metall, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)