Fahrrad war gestern

Steffen Abel

Steffen Abel mag an seinem Beruf besonders, mit Menschen in Kontakt zu sein. (Foto: Andreas Batke)

Steffen Abel

Steffen Abel mag an seinem Beruf besonders, mit Menschen in Kontakt zu sein. (Foto: Andreas Batke)

Fahrrad war gestern

20 Zustellbezirke werden von der Deutschen Post von Beeskow aus beliefert. Briefe, Päckchen und Pakete werden dafür auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree sortiert und in die Postautos geladen. 26 Fahrzeuge zählt die Flotte, 21 von ihnen fahren mit Strom. Das letzte Postfahrrad am Standort Beeskow ist vor drei Jahren mit seiner Zustellerin in Rente gegangen. Steffen Abel ist seit 19 Jahren bei der Post; seit vier Jahren als stellvertretender Standortleiter in Beeskow. Der Morgen für die Zustellerinnen und Zusteller beginnt gewöhnlich um 8 Uhr mit dem Sortieren der Post, die zuvor aus dem Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld angeliefert wird und dem DHL Paketzentrum Rüdersdorf (Märkisch Oderland). Jeder Mitarbeitende hat dafür einen Arbeitsplatz, an dem er die Briefe passend zu seiner Tour »in Gangfolge« bringt. Bei Abel sind das an diesem Montag kaum zwei Handvoll: Wurden 2010 deutschlandweit pro Tag durchschnittlich 68 Millionen Briefe mit der Deutschen Post versandt, waren es 2024 nur noch 46 Millionen. Der Anteil der von DHL beförderten Pakete im selben Zeitraum hat sich dagegen mehr als verdoppelt, von 2,6 auf 6,3 Millionen. Steffen Abel lädt jeden Morgen im Durchschnitt 100 bis 140 Pakete in seinen Bus – und später wieder aus. Herzberg, Lindenberg, Tauche, Glienicke – all diese Orte fährt er an. Es gibt Leute, bei denen hält Abel täglich – und sei es, um eine Retoure entgegen zu nehmen. Wer selten zu Hause ist, hat meist einen netten Nachbarn – oder im besten Fall einen Ablageort vereinbart. »Auf dem Land ist das gängig«, sagt Abel.

Sie glauben gar nicht, was die Leute alles bestellen!

Beeskow

Blick ins Beeskower Zustellzentrum der Deutschen Post auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree (Foto: Andreas Batke)

Beeskow

Kartenansicht Blick ins Beeskower Zustellzentrum der Deutschen Post auf dem Gelände der ehemaligen Milchwerke Oder-Spree (Foto: Andreas Batke)

Routenplaner

Routenplan an einem Verteilerspind (Foto: Andreas Batke)

Routenplaner

Routenplan an einem Verteilerspind (Foto: Andreas Batke)

Hut eines Postillons

Ende des 19. Jahrhunderts, Herkunft unbekannt, Lederkorpus mit Krempe, Tressenband mit Schnalle, Reichsadler mit dem Posthorn (Emblem der Deutschen Reichspost [1871– 1919]), farbig lackierte Landeskokarde, innen: Schweißleder, Filz (Regenschutz), Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Hut eines Postillons

Ende des 19. Jahrhunderts, Herkunft unbekannt, Lederkorpus mit Krempe, Tressenband mit Schnalle, Reichsadler mit dem Posthorn (Emblem der Deutschen Reichspost [1871– 1919]), farbig lackierte Landeskokarde, innen: Schweißleder, Filz (Regenschutz), Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Datenerfassungsterminal

Zebra Technologies, für die Erfassung gedruckter und elektronischer 1D- und 2D-Barcodes (Foto: Bernd Choritz)

Datenerfassungsterminal

Zebra Technologies, für die Erfassung gedruckter und elektronischer 1D- und 2D-Barcodes (Foto: Bernd Choritz)

24 Stunden

Alexander Weber

Notfallsanitäter Alexander Weber (Foto: Andreas Batke)

Alexander Weber

Notfallsanitäter Alexander Weber (Foto: Andreas Batke)

24 Stunden

Um 7 Uhr ist Schichtwechsel in der Rettungswache Weichensdorf. Zwischen Agrarlager, altem Bahnhof und einer »Platte« treten Notfallsanitäter Alexander Weber und sein Kollege und stellvertretender Wachenleiter Enriko Grasme ihren Dienst an. 24 Stunden liegen vor beiden. Die Rettungswache Weichensdorf wird unter den Rettern liebevoll »Schlafwache« oder auch »Dornröschenwache« genannt. Dort passiert so gut wie nichts – 580 Einsätze 2023 sprechen nicht gerade für einen stressigen Arbeitsalltag. Und doch hat die Wache ihre Berechtigung, denn das Gesetz über den Rettungsdienst im Land Brandenburg legt eine Hilfsfrist fest. Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes müssen die Rettungswachen so errichten, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten erreicht werden kann. »Wir leben mit der Lage in der Lage«, erläutert Alexander Weber. Will heißen, er stellt sich auf alles ein, was eben kommt, ist immer einsatzbereit, auch wenn kein Einsatz stattfindet. Auf dem Land warten die Menschen lange ab. »Erst, wenn gar nichts mehr geht, rufen sie an.« Mehr als 40.500 Einsätze jährlich werden im Landkreis Oder-Spree gefahren, Tendenz steigend. Wie überall, fehlen dafür Arbeitskräfte, denn um einen RTW durchgängig zu besetzen, benötigt der Rettungsdienst zehn Retter. Für jede Fahrt braucht es ein Team aus Notfallsanitäter und Rettungssanitäter. Das ist der Mindestbesatz. Der Unterschied: Der Notfallsanitäter hat eine dreijährige Ausbildung, der Rettungssani nur eine 13-wöchige. 2024 treten im gesamten Landkreis zwölf Azubis in den Rettungsdienst. Ein großer Erfolg.

Wir leben mit der Lage in der Lage.

Rettungswache Weichensdorf

Rettungswache in Weichensdorf, die unter den Rettern liebevoll »Dornröschenwache« genannt wird (Foto: Andreas Batke)

Rettungswache Weichensdorf

Kartenansicht Rettungswache in Weichensdorf, die unter den Rettern liebevoll »Dornröschenwache« genannt wird (Foto: Andreas Batke)

Fahrtrage (überholt)

Fahrtrage Modell 6100 M-1 Roll-In-System aus 2020 vom Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Fahrtrage (überholt)

Fahrtrage Modell 6100 M-1 Roll-In-System aus 2020 vom Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Historische Trage

Erster Weltkrieg (1914–1918), zusammenklappbar, Firma Jahn, Holz/Textil/Metall, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)

Historische Trage

Erster Weltkrieg (1914–1918), zusammenklappbar, Firma Jahn, Holz/Textil/Metall, Leihgeber: Museum Fürstenwalde (Foto: Bernd Choritz)

Tradition an der Spree

Mario Müller

Mario Müller in seiner Werkstatt in Werder (Foto: Andreas Batke)

Mario Müller

Mario Müller in seiner Werkstatt in Werder (Foto: Andreas Batke)

Tradition an der Spree

Am Südrand des Landkreises Oder-Spree liegt das kleine, rund 90 Einwohner zählende Dorf Werder/Spree. Der namensgebende Fluss hat hier gerade den Unterspreewald hinter sich gebracht und schlängelt sich durch eine teils unberührte Wiesenlandschaft. Die Spree spielte in den vergangenen Jahrhunderten für Transporte im direkten Umfeld eine deutlich größere Rolle als heute. Menschen, Rohstoffe und Waren wurden auf dem Wasser geholt und gebracht. Mit Holzkähnen, besser bekannt als Spreewaldkähne, waren etwa Bauern regelmäßig unterwegs. Zum Fischen brauchten sie wiederum andere, kleinere Boote – sogenannte Schweffkähne. In Werder/Spree werden noch immer unterschiedliche Kähne gebaut. Der Tischler Mario Müller, ein echter »Werderaner«, Ortsvorsteher und heute 56 Jahre alt, führt dort das Handwerk seines Großvaters Paul Müller fort. Von Anfang an war dabei klar, dass es sich nur um eines von vielen Geschäftsfeldern handeln konnte. Denn die Bedeutung der Spreewaldkähne – vor allem aus Holz – ist über die Jahre stetig gesunken. Müller baut ausschließlich sogenannte Längsbohlenkähne in traditioneller Weise wie vor 150 Jahren. Drei lange Bohlen für den Boden und zwei an jeder der bis zu 30 Zentimeter hohen Seiten verbindet er miteinander. Die Bohlen bestehen meist aus Kiefernholz. Über Feuer und Wasserdampf biegt Mario Müller die Bohlen so, dass sie eine stromlinienähnliche Form bekommen und fügt sie später mit gebogenen Nägeln zusammen. Versenkt im Boden, bleiben sie unsichtbar. Rund zehn Arbeitstage dauert der Prozess. Je nach zusätzlichen Aufbauten liegen die Preise bei mehr als 5.000 Euro.

Mit dem Holzkahnbau ist heute kaum noch Geld zu verdienen.

Werder/Spree

Die Spreeaue mit Altarmstümpfen bei Werder/Spree (Foto: Andreas Batke)

Werder/Spree

Kartenansicht Die Spreeaue mit Altarmstümpfen bei Werder/Spree (Foto: Andreas Batke)

Werder/Spree

Aus Eschenholz gefertigtes »Rudel«, eine ca. vier Meter lange Stange, mit der die Spreewaldkähne »gestakt« werden (Foto: Andreas Batke)

Werder/Spree

Kartenansicht Aus Eschenholz gefertigtes »Rudel«, eine ca. vier Meter lange Stange, mit der die Spreewaldkähne »gestakt« werden (Foto: Andreas Batke)

Modell eines Längsbohlenkahns (Bug)

2025, Eigenbau, Kiefernholz, Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, Ortsteil Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Modell eines Längsbohlenkahns (Bug)

2025, Eigenbau, Kiefernholz, Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, Ortsteil Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Einbaum

Alter unbekannt, gefunden bei Königs Wusterhausen, Kiefer, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Einbaum

Alter unbekannt, gefunden bei Königs Wusterhausen, Kiefer, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Spitzen zweier Rudel (Spezialruder), alt und neu

Alt: um 1900, Herkunft unbekannt, Eisenblech, stark korrodiert, neu: 2024, Eisenblech (Motiv Schlangenkönig), Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, OT Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Spitzen zweier Rudel (Spezialruder), alt und neu

Alt: um 1900, Herkunft unbekannt, Eisenblech, stark korrodiert, neu: 2024, Eisenblech (Motiv Schlangenkönig), Leihgeber: Mario Müller, Gemeinde Tauche, OT Werder (Spree) (Foto: Bernd Choritz)

Wenn das Rad Arthrose hat

Steffen Hirt

Steffen Hirt in seinem Fahrradladen in Beeskow (Foto: Andreas Batke)

Steffen Hirt

Steffen Hirt in seinem Fahrradladen in Beeskow (Foto: Andreas Batke)

Facharzt für Fahrradarthrose

Seit fast 20 Jahren betreibt Steffen Hirt sein Geschäft »Fahrrad-Müller«: in einem kleinen Haus in Beeskow, schräg gegenüber der Burg. Dort ist er Verkäufer, Mechaniker und Buchhalter in Personalunion. Das Geschäft hat er mit allem Drum und Dran vom Vorbesitzer übernommen. »Fahrrad- Müller – den Laden kannte hier jeder, warum hätte ich den Namen ändern sollen?« Der E-Bike-Boom ist längst auch bei »Fahrrad-Müller « angekommen. Jedes zweite Fahrrad, das Hirt verkauft, läuft mit Elektromotor. Er sieht das pragmatisch. »Wegen der E-Bikes steigen Leute wieder aufs Rad, die das sonst nicht tun würden. Sie bewegen sich wieder draußen und auch insgesamt mehr.« Außerdem hat er Kunden, denen es nicht allein um ein neues Freizeitvergnügen geht. Bei ihm hat sich eine Frau ein E-Bike gekauft, um damit täglich mehr als 20 Kilometer zur Arbeit zu pendeln. »Gäbe es keine E-Bikes, würde sie das Auto nicht stehen lassen«, sagt Hirt. Als er sein Geschäft übernahm, bot er nur ein Drittel der Fahrräder und Ersatzteile an, die er heute vertreibt. Dann kamen die Gravelbikes, Mountainbikes mit 28, sogar mit 29 Zoll, elektrische Schaltungen, Riemenantrieb statt Kette, Scheibenbremsen, Nabendynamo, Carbon vom Lenker bis zum Sattel, Fahrradschlösser, die sich per App öffnen lassen. Die Elektrifizierung des Drahtesels hat Steffen Hirts Beruf verändert. Aus dem Fahrradmechaniker ist ein Mechatroniker geworden.

Wegen der E-Bikes steigen Leute wieder aufs Rad, die das sonst nicht tun würden.

»Fahrrad-Müller« in Beeskow

Steffen Hirts Laden gegenüber von der Burg Beeskow (Foto: Andreas Batke)

»Fahrrad-Müller« in Beeskow

Kartenansicht Steffen Hirts Laden gegenüber von der Burg Beeskow (Foto: Andreas Batke)

»Tour de MOZ«

In der Region wird gern gemeinsam geradelt - zum Beispiel bei der regelmäßigen »Tour de MOZ« der Märkischen Oderzeitung. (Foto: Andreas Batke)

»Tour de MOZ«

Kartenansicht In der Region wird gern gemeinsam geradelt – zum Beispiel bei der regelmäßigen »Tour de MOZ« der Märkischen Oderzeitung. (Foto: Andreas Batke)

Mifa Klappfahrrad

Baujahr 1967, Modell 901, Rahmen-Nr. 07.289, frühes Exemplar aus dem VEB (Volkseigener Betrieb) Mifa-Werk Sangerhausen, Neupreis: 293 bis 301 Mark der DDR, Aluminium/ Gummi/Stahl/Kunststoff, Sammlung: Museum Utopie und Alltag, Bestand Alltagskultur (Foto: Bernd Choritz)

Mifa Klappfahrrad

Baujahr 1967, Modell 901, Rahmen-Nr. 07.289, frühes Exemplar aus dem VEB (Volkseigener Betrieb) Mifa-Werk Sangerhausen, Neupreis: 293 bis 301 Mark der DDR, Aluminium/ Gummi/Stahl/Kunststoff, Sammlung: Museum Utopie und Alltag, Bestand Alltagskultur (Foto: Bernd Choritz)

E-Bike-Motor

2009, Boss Classic Line Motor Gen. 1, erstes E-Bike-MotorModell der Firma Robert Bosch GmbH, die heute 50 E-Bike Marken beliefert, Kunststoff/diverse Metalle, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Foto: Bernd Choritz)

E-Bike-Motor

2009, Boss Classic Line Motor Gen. 1, erstes E-Bike-MotorModell der Firma Robert Bosch GmbH, die heute 50 E-Bike Marken beliefert, Kunststoff/diverse Metalle, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Foto: Bernd Choritz)

Fahrradhelm

Vor 2019, Modell KTM Factory Team Unisex, Firma KTM, Polycarbonat/Textil, ausgemustert, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Fahrrad-Müller) (Foto: Bernd Choritz)

Fahrradhelm

Vor 2019, Modell KTM Factory Team Unisex, Firma KTM, Polycarbonat/Textil, ausgemustert, Leihgeber: Steffen Hirt, Beeskow (Fahrrad-Müller) (Foto: Bernd Choritz)

Hinterm Lenkrad sitzt ein Mensch

Udo Prautsch

Der selbstständige Lkw-Fahrer Udo Prautsch (Foto: Andreas Batke)

Udo Prautsch

Der selbstständige Lkw-Fahrer Udo Prautsch (Foto: Andreas Batke)

Hinterm Lenkrad sitzt ein Mensch

Udo Prautsch fing als angestellter Kraftfahrer seine Berufslaufbahn an. Im Jahr 2005 machte er sich selbstständig. Er gründete in Falkenberg bei Tauche die Firma »Udo Prautsch«, kaufte seinen ersten Lkw, fuhr die ersten fünf Jahre lang allein und vergrößerte sich Schritt um Schritt. Heute sind neun Fahrer bei ihm angestellt, die alle einen von Prautschs Lastwagen fahren. Sie wohnen – fast alle – in den Dörfern ringsum. Ihr Kerngeschäft ist jedoch nicht, in die Ferne zu fahren, sondern sie pendeln zwischen den Dörfern, Fürstenwalde/Golm, Eisenhüttenstadt und Rüdersdorf hin und her. Das Kerngeschäft des Unternehmens »Udo Prautsch« ist der Transport von Abfall. Die ersten Jahre, als er noch alleine fuhr, waren die einfachsten, zieht Prautsch Bilanz. Denn mit jedem neuen Fahrzeug wachsen die Kredite an, die bedient werden müssen. Und mit jedem Angestellten wächst der Druck, für alle Fahrer auch immer ausreichend Aufträge zu haben. Zugleich dürfen die Fahrer, damit keine Schieflage entsteht, nicht allzu oft ausfallen – durch Krankheit oder andere Faktoren, die nicht planbar sind. Dazu kommen Ausgaben für Reparaturen, die höheren Benzinpreise und die Kosten für die Maut, die enorm gestiegen sind. In die Zukunft blickt Prautsch mit gemischten Gefühlen. Zum Beispiel ist da die Diskussion um E-Mobilität für Lkw. Dem steht er – beim Stand der heutigen Entwicklung – skeptisch gegenüber. »Ein Elektro-Lkw ist etwa drei Mal so teuer wie Verbrenner«, sagt er. Zudem seien heute weder die nötigen Reichweiten gegeben, noch die Möglichkeiten, einen E-Lkw flächendeckend aufladen zu können. Gerade auf dem Land seien diese Kapazitäten an vielen Orten schlichtweg nicht vorhanden.

Die Lohnkosten sind noch der kalkulierbarste Posten.

Falkenberg (Tauche)

Ein Lkw von Udo Prautsch in Falkenberg (Foto: Andreas Batke)

Falkenberg (Tauche)

Kartenansicht Ein Lkw von Udo Prautsch in Falkenberg (Foto: Andreas Batke)

Arbeitsort Fahrerkabine

Fahrerkabine eines Lkw (Foto: Andreas Batke)

Arbeitsort Fahrerkabine

Fahrerkabine eines Lkw (Foto: Andreas Batke)

Tankstelle im Niemandsland

Żytowań/Coschen

Die Brücke »Neißewelle« (Foto: Andreas Batke)

Żytowań/Coschen

Kartenansicht Die Brücke »Neißewelle« (Foto: Andreas Batke)

Tankstelle im Niemandsland

Über die Brücke muss Katarzyna Niemców nicht fahren, um zur Arbeit zu kommen. »Ich komme aus Lubsko«, sagt die junge Frau. «Das sind 23 Kilometer bis hierher.« Lubsko ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft Lebuser Land. Der Krieg brachte die Grenze in die Nähe von Lubsko. Und die Grenze verhalf, sehr viel später, Katarzyna Niemców zu einem Job. Seit fünf Jahren ist sie so etwas wie die geschäftsführende Mitarbeiterin der Tankstelle »Power« im polnischen Grenzdorf Żytowań. Wer die Tankstelle besucht, beobachtet an den Zapfsäulen meist Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen. LOS. EH. BSK. GUB. SPN. Und die Kunden aus Polen? Es gibt sie, beteuert Katarzyna Niemców. »Inzwischen machen die Polen ein Fünftel unserer Kundschaft aus.« 40 Kilometer lang ist die Grenze des Landkreises Oder-Spee zu Polen. Doch lange Zeit führte im Landkreis keine Brücke über Oder oder Neiße. Statt großer Lösungen gab es im November 2014 eine kleine. Eine 101 Meter lange Brücke über die Lausitzer Neiße, kurz bevor diese in Ratzdorf in die Oder mündet. »Wir sind kein Sackgassen-Dorf mehr«, freute sich Edmund Henze, Ortsvorsteher von Coschen, im Gespräch mit der Märkischen Oderzeitung, da war der Übergang schon drei Jahre in Betrieb, die Euphorie verflogen. Freundschaften oder Bekanntschaften seien zwischen Coschen, dem Grenzdorf auf der deutschen Seite der Neiße, und dem zweieinhalb Kilometer entfernten polnischen Żytowań nicht entstanden. Mit 1.000 Fahrzeugen am Tag hatte der Landkreis Oder-Spree gerechnet. 2018 waren es etwa ein Fünftel davon. Dabei hat der Bau der 14 Meter breiten »Neißewelle« 5,46 Millionen Euro gekostet. 85 Prozent der Baukosten hat die Europäische Union zugeschossen. Viel Geld für eine Verbindung, die kaum einer nutzt. Es sei denn zum Tanken bei »Power«.

Am Anfang haben wir uns gefragt, (…) ob überhaupt Kunden kommen.

Tankstelle »Power«

Zwischen Deutschland und Polen liegt die Tankstelle »Power« (Foto: Andreas Batke)

Tankstelle »Power«

Kartenansicht Zwischen Deutschland und Polen liegt die Tankstelle »Power« (Foto: Andreas Batke)

Vorsicht Stoppschild!

Peter und Anke Boldt, Phil Kusche

Phil Kusche (r.) soll die Fahrschule eines Tages übernehmen. (Foto: Andreas Batke)

Peter und Anke Boldt, Phil Kusche

Phil Kusche (r.) soll die Fahrschule eines Tages übernehmen. (Foto: Andreas Batke)

Vorsicht Stoppschild!

Anke Boldt ist die Frau des Chefs. Ihr Mann, Peter Boldt, ist seit fast 25 Jahren Inhaber der Fahrschule Boldt in Gosen-Neu Zittau. 2004 lernte er über das Internet Anke kennen, sie verliebten sich, heirateten. Und er sagte: »Kannst Fahrlehrerin werden und bei mir anfangen.« Mit ihrer Entscheidung brach sie in eine Männerdomäne ein, denn Fahrschullehrerinnen sind immer noch selten. Um heute einen Führerschein zu erlangen, muss man relativ tief in die Tasche greifen. 2.500 bis 3.000 Euro sind die Regel. Als Anke Boldt 2006 als Fahrschullehrerin anfing, lagen die Preise noch zwischen 800 und 900 Euro. Mehr als 2.500 Fahrschüler aus Berlin und Brandenburg haben bisher in der Fahrschule Boldt das Fahren erlernt und den Führerschein erworben – hauptsächlich für Pkw, Motorräder und Pkw-Anhänger. Nicht nur die Preise haben sich in den 19 Jahren ihrer Fahrschul-Zeit verändert, auch die Kunden. »Es ist schon auffällig, wie unkonzentriert heutzutage junge Menschen fahren«, beobachtet Anke Boldt. Manche hätten auch motorische Schwierigkeiten, könnten nicht lenken und hätten Mühe, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun: auf die Verkehrsschilder zu achten, zu blinken, zu schalten oder zu bremsen. »Früher waren solche Defizite die Ausnahme, heute sind sie fast die Regel.« Phil Kusche ist erst seit Juni 2023 Fahrschullehrer. Ab 2025 soll er das Unternehmen der Boldts übernehmen und sein eigener Chef werden. Phil Kusche macht seinen Job gern, »auch weil ich fast nur mit jungen Leuten zu tun habe. Ich lerne ständig neue Menschen kennen, kann ihnen was beibringen, wir arbeiten gemeinsam an einem Ziel – dem Führerschein.«

Es ist schon auffällig, wie unkonzentriert heutzutage junge Menschen fahren.

Gosen-Neu Zittau

Schulterblick von Anke Boldt (Foto: Andreas Batke)

Gosen-Neu Zittau

Kartenansicht Schulterblick von Anke Boldt (Foto: Andreas Batke)

Fahrschulautos sind für alles gerüstet

Anke Boldt bei ihrer Arbeit (Foto: Andreas Batke)

Fahrschulautos sind für alles gerüstet

Kartenansicht Anke Boldt bei ihrer Arbeit (Foto: Andreas Batke)

Führerschein von 1925

Führerschein von Bruno Alfred Walter Schüßler, geboren am 8. Juni 1901 in Schönebeck, wohnhaft in Magdeburg, Elsässer Straße 22, Papier, Leihgeber: Sebastian Schüßler, BerlinSchüßler, Berlin

Führerschein von 1925

Führerschein von Bruno Alfred Walter Schüßler, geboren am 8. Juni 1901 in Schönebeck, wohnhaft in Magdeburg, Elsässer Straße 22, Papier, Leihgeber: Sebastian Schüßler, Berlin

Hilfsspiegel

2024, Firma ANBOO, um 360 Grad verstellbar, mit selbstklebendem Aufkleber, zum Erfassen des Toten Winkels, werden an die Rückspiegel montiert, ABS/verspiegeltes Kristallglas/ Kunststoff, Sammlung: museum oder-spree

Hilfsspiegel

2024, Firma ANBOO, um 360 Grad verstellbar, mit selbstklebendem Aufkleber, zum Erfassen des Toten Winkels, werden an die Rückspiegel montiert, ABS/verspiegeltes Kristallglas/ Kunststoff, Sammlung: museum oder-spree

ELAN-Fahrtrainer

Alter Fahrtrainer von 1966 bis 1989 vom Verkehrskombinat Karl-Marx-Stadt (Foto: Bernd Choritz)

ELAN-Fahrtrainer

Alter Fahrtrainer von 1966 bis 1989 vom Verkehrskombinat Karl-Marx-Stadt (Foto: Bernd Choritz)

Wer länger fährt, fährt besser

Heiko Boschan

Heiko Boschan (Foto: Andreas Batke)

Heiko Boschan

Heiko Boschan (Foto: Andreas Batke)

Wer länger fährt, fährt besser

Die Werkstatt »Autodienst Görsdorf« hat Heiko Boschan im Jahr 2005 gemeinsam mit zwei Kollegen gegründet – eine typenoffene Kfz-Werkstatt für Pkw und Transporter bis 3,5 Tonnen. Noch in der DDR hatte er Kfz-Schlosser und Karosseriebauer gelernt, arbeitete nach der Wende in einem Beeskower Autohaus, machte seinen Meister und baute dann die eigene Werkstatt in Görsdorf auf. Sohn Denny stieg im Jahr 2010 mit ein. »Es gibt Werkstätten«, erzählt dieser, »die nur Teile wechseln. Das Auto ruckelt, die Motorlampe leuchtet, dann lesen die den Fehlercode aus und bestellen das entsprechende Teil – obwohl es nicht immer defekt ist.« Seine Überzeugung ist: Man muss erst schauen und messen, sich in die Sache vertiefen und den Fehler suchen. Ein Auto soll in den Augen von Heiko und Denny Boschan so hergestellt sein, dass man es reparieren kann. Ein gutes Auto lässt sich, wenn man es gut wartet, viele Jahre lang erhalten – 20 Jahre lang und weit länger. So ist ihr Verständnis von Nachhaltigkeit. Das E-Auto, so wie man es heute baut, kommt beiden Boschans nicht besonders ökologisch vor. Schon der verbauten Rohstoffe wegen. Vor allem aber fehlt ihnen, so wie sich die Entwicklung bisher abzeichnet: die Langlebigkeit. Um Mobilität mit Umweltschutz in Einklang zu bringen, fänden sie sinnvoller, Verbrennerautos so weiterzuentwickeln, dass ihre Haltbarkeit steigt, statt sinkt, und Filteranlagen zu verbessern. Nicht zuletzt bräuchte es auf dem Land eine aufeinander abgestimmte Taktung des Arbeitsbeginns von Firmen, Läden, Praxen, Schulen, Kindergärten und einem Öffentlichen Nahverkehr.

Die Elektronik macht die Reparaturen teuer.

Denny Boschan

Für Denny Boschan gehört die Fehlersuche zum Job dazu. (Foto: Andreas Batke)

Denny Boschan

Für Denny Boschan gehört die Fehlersuche zum Job dazu. (Foto: Andreas Batke)

Görsdorf

Beim Autodienst »Görsdorf« wird ein Wagen unter die Lupe genommen. (Foto: Andreas Batke)

Görsdorf

Kartenansicht Beim Autodienst »Görsdorf« wird ein Wagen unter die Lupe genommen. (Foto: Andreas Batke)

BOSCH 0 124 225 018 Lichtmaschine

Nach 1990, Ersatzteil der Fa. Bosch, wurde noch in den 1990er-Jahren repariert bzw. regeneriert, wandelt mechanische Energie in elektrische Energie um (Erzeuger von Strom), 17 Volt, 70 Ampere, Aluminiumguss/ Kunststoff/Eisen/ Kupferdraht, Leihgeber: Auto Dienst Görsdorf GmbH (Foto: Bernd Choritz)

BOSCH 0 124 225 018 Lichtmaschine

Nach 1990, Ersatzteil der Fa. Bosch, wurde noch in den 1990er-Jahren repariert bzw. regeneriert, wandelt mechanische Energie in elektrische Energie um (Erzeuger von Strom), 17 Volt, 70 Ampere, Aluminiumguss/ Kunststoff/Eisen/ Kupferdraht, Leihgeber: Auto Dienst Görsdorf GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Valeo Anlasser

Nach 1990, Ersatzteil der Fa. Valeo, wurde noch in den 1990er-Jahren repariert bzw. regeneriert, wandelt elektrische Energie aus der Batterie in mechanische Energie um, um den Motor zu starten, 12 Volt, Aluminiumguss/Eisen, Leihgeber: Auto Dienst Görsdorf GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Valeo Anlasser

Nach 1990, Ersatzteil der Fa. Valeo, wurde noch in den 1990er-Jahren repariert bzw. regeneriert, wandelt elektrische Energie aus der Batterie in mechanische Energie um, um den Motor zu starten, 12 Volt, Aluminiumguss/Eisen, Leihgeber: Auto Dienst Görsdorf GmbH (Foto: Bernd Choritz)

Petroleumkanne

Um 1900, Haushalt J. Rehberg, Beeskow, Metall, rot lackiert, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Petroleumkanne

Um 1900, Haushalt J. Rehberg, Beeskow, Metall, rot lackiert, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Ölkanne

Ölkanne, Um 1900, Metall, rot lackiert, Herkunft unbekannt, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

Ölkanne

Ölkanne, Um 1900, Metall, rot lackiert, Herkunft unbekannt, Sammlung: museum oder-spree (Foto: Bernd Choritz)

»Designed for the Future« II

Roman Rauch

Roman Rauch im Protestcamp neben der Tesla-Fabrik (Foto: Andreas Batke)

Roman Rauch

Roman Rauch im Protestcamp neben der Tesla-Fabrik (Foto: Andreas Batke)

»Designed for the Future« II

Ob Tesla die Zukunft tatsächlich bringt – oder im Gegenteil, diese Frage spaltet nicht nur Grünheide. Den Menschen, die seit Beginn des Jahres 2024 im Wald neben der Fabrik campen, macht das Szenario eher Angst: Rodungen, Baugenehmigungen und eine hochgezogene Fabrik in Rekordgeschwindigkeit. Eine Highspeed-Fahrzeugherstellung am Rande der menschlichen Leitungsfähigkeit für ein Elektroauto, das knapp 50.000 Euro kostet. Elon Musk, das ist die menschliche Inkarnation eines Kapitalismus, der die Menschen krankmacht, glauben die etwa 70 Personen, die auf rund 20 Baumhäusern und in Zelten leben. Sie besetzen das Waldstück, das an das Werk angrenzt, um seine Erweiterung zu verhindern. Einer der Aktivisten ist Roman Rauch. Im Camp kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit: Er macht Bilder, informiert, spricht mit Spaziergängern und versucht in die Gemeinde zu vermitteln, warum sie hier sind. »Natürlich braucht es Technik, natürlich braucht es Innovationen. Aber halt nicht in der Form.« Die Form, damit meint Rauch den Hyperkapitalismus – »immer schneller, immer höher, immer weiter«. Tesla ist für die Protestierenden nur ein Beispiel für ein Wachstum mit Ellenbogen, Ausbeutung von Arbeitskräften und Ressourcen. Die Aktivist:innen verknüpfen den Widerstand weltweit – damit Unternehmen so etwas einfach nicht machen dürfen, egal ob in Chile, in China oder Grünheide. Revolution statt Reform, sagt Rauch. In Grünheide haben sie dafür die Bürgerinitiative und mehrere Umweltverbände an ihrer Seite.

Natürlich braucht es (…) Innovationen. Aber halt nicht in der Form.

Protestcamp im Wald bei Tesla

Aktivist:innen besetzen den Wald bei Tesla seit Anfang 2024.

Protestcamp im Wald bei Tesla

Kartenansicht Aktivist:innen besetzen den Wald bei Tesla seit Anfang 2024.

Grünheide

Demonstrationen von Gegnern des geplanten Tesla-Ausbaus: Bei einer Bürgerbefragung Anfang 2024 hatte eine Mehrheit der Grünheider:innen gegenm die Werkserweiterung gestimmt. (Foto: Andreas Batke)

Grünheide

Kartenansicht Demonstration gegen den geplanten Tesla-Ausbau: Bei einer Befragung Anfang 2024 hatte eine Mehrheit der Grünheider:innen gegen die Werkserweiterung gestimmt. (Foto: Andreas Batke)

»Tesla stoppen«

Protestbanner von Roman Rauch (Foto: Bernd Choritz)

»Tesla stoppen«

Protestbanner von Roman Rauch (Foto: Bernd Choritz)

»Designed for the Future« I

Albrecht Köhler

Albrecht Köhler hat den Bau der Tesla-Fabrik mit der Kamera begleitet. (Foto: Andreas Batke)

Albrecht Köhler

Albrecht Köhler hat den Bau der Tesla-Fabrik mit der Kamera begleitet. (Foto: Andreas Batke)

»Designed for the Future« I

Albrecht Köhler ist vom US-Autobauer Elon Musk fasziniert. Etwa zeitgleich zur Tesla-Ansiedlung in Grünheide hat er den Verein »GrünheideForFuture« gegründet. »Ein Presse- und Öffentlichkeitsarbeitsteam, das sich darum kümmert, die Leute hier ordentlich mitzunehmen, gab es nicht«, sagt er – und nimmt die Aufgabe selbst in die Hand. Mit der Kamera pirscht er am Gelände der Gigafactory entlang. Seine Drohne segelt über die Baustelle. Köhler wertet Satellitenbilder, Dokumente und Baupläne aus und lädt sie mit 14.015 Fotos für alle frei zugänglich hoch. Sein Anliegen ist es, »die Dinge von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren«. »Ich habe ein großes Interesse daran, dass Grünheide wächst und gedeiht«, sagt Köhler. Er möchte, dass seine Kinder eine gute Ausbildung in der Region finden und Strukturen, die Innovationen und kluge Köpfe hervorbringen. Und ihm liegt die Energiewende am Herzen, er glaubt an die Elektromobilität. Im Camp der Aktivisten, die gegen den Weiterbau der Fabrik protestieren, war Köhler noch nie. Er befürchtet verhärtete Fronten. Was ihn bewegt: Die Menschen aus den Großstädten würden nicht verstehen, dass hier auf dem Land die Dinge anders laufen, dass man etwa ein Auto braucht, um von Ort zu Ort zu kommen. Jahre, nachdem er die Baustelle dokumentiert hat, blickt Köhler auf einen Industriekomplex, in den mehrere Milliarden Euro geflossen sind. Für ihn ein Symbol dafür, »letzten Endes auch neue Dinge schnell umsetzen zu können und nicht Jahrzehnte zu warten«.

Ich habe ein großes Interesse daran, dass Grünheide wächst.

Tesla Gigafactory Grünheide

Tesla Gigafactory in Grünheide (Foto: Andreas Batke)

Tesla Gigafactory Grünheide

Kartenansicht Tesla Gigafactory in Grünheide (Foto: Andreas Batke)

Tesla Gigafactory Grünheide (Luftaufnahme)

Aus der Luft sind die Ausmaße der Gigafactory Tesla erlebbar. (Foto: Andreas Batke)

Tesla Gigafactory Grünheide (Luftaufnahme)

Kartenansicht Aus der Luft sind die Ausmaße der Gigafactory Tesla erlebbar. (Foto: Andreas Batke)

Werbeartikel von Tesla

Bastelbogen »Tesla Cybertruck«, Bausatz für das Modellauto »Tesla Cybertruck«, Blechschild »Warning. Tesla Parking only. All others will be towed away« (Foto: Bernd Choritz)

Werbeartikel von Tesla

Bastelbogen »Tesla Cybertruck«, Bausatz für das Modellauto »Tesla Cybertruck«, Blechschild »Warning. Tesla Parking only. All others will be towed away« (Foto: Bernd Choritz)